schrei-b-log

Martin Andreas Walser

19. September 2017
von Martin Andreas Walser
Keine Kommentare

Der Mann auf dem Stein (ein Zwischenbericht)

Florian Meier sass auf dem Stein, auf dem er sich öfter niederliess. In den Augen wohl vieler Menschen ein banales Faktum. Und keineswegs ein einmaliges Ereignis, was sich durch das Wort «öfter» verrät. Aber auch kein alltägliches im strengsten Sinn … Weiterlesen

27. August 2017
von Martin Andreas Walser
Keine Kommentare

Und es kehrte Ruhe ein im Land – ein Fragment

Es blieb eigenartig ruhig im Land, nachdem ein Sprecher der Regierung vor die laufenden Kameras getreten war und das generelle, sofort in Kraft tretende Verbot eigenständigen Denkens verkündet hatte. Man habe sich zu diesem Schritt gezwungen gesehen, erklärte er, weil … Weiterlesen

28. August 2015
von Martin Andreas Walser
Keine Kommentare

Kassandras Ruf – ein Zwischenhalt

Jede Geschichte, die ich schreibe, führt zur nächsten, die vorhergehende bedingt die folgende oder fördert sie zutage, habe ich gelernt zu spüren und zu fühlen. Oder verhindert sie. Nicht in dem Sinne, dass das danach zu Schreibende und zu Sagende gänzlich … Weiterlesen

14. Juni 2015
von Martin Andreas Walser
Keine Kommentare

»deinSein«, mein neuer Roman, erscheint noch im Juni

Felix Amboden, zweiundfünfzig Jahre alt, einhundertachtundsiebzig Zentimeter groß, zweiundachtzig Kilo schwer (gestern gewogen, am frühen Morgen und vor dem Frühstück, wie immer zur exakt gleichen Zeit), unverheiratet, kinderlos. Seit »das mit Lydia« geschah, wohnt er im karg möblierten Appartement Elf … Weiterlesen

13. Juni 2015
von Martin Andreas Walser
Keine Kommentare

Vielleicht…

Aus dem Notizbuch: »Ich könnte glücklich sein: vielleicht müsste ich es nur wollen. Zulassen. Eventuell sollte ich vermehrt oder ausschliesslich an die wenigen Dinge denken, die es ermöglichen, statt an die vielen, die es verhindern.«

11. Dezember 2014
von Martin Andreas Walser
Keine Kommentare

Leben halt

Ein schwieriges Jahr liegt – beinahe – hinter mir. Ich weiss nicht, wie andere Menschen damit umgehen. Ich jedenfalls habe nicht nur versucht, den Kopf über Wasser zu halten, sondern vielmehr (wie schon so oft): aus mir herauszutreten, mich neben … Weiterlesen

13. Juni 2014
von Martin Andreas Walser
Keine Kommentare

»Wiederkehr« ist da – Gedanken zu meiner neuen Erzählung

Das Gefühl ist ähnlich jenem, wenn ein Kind das Elternhaus verlässt: In die Freude darüber, dass es erwachsen und selbstständig geworden ist, mischt sich Traurigkeit, weil man sich nicht mehr täglich sehen, sich nicht mehr täglich aneinander reiben, miteinander diskutieren, … Weiterlesen

23. April 2014
von Martin Andreas Walser
Keine Kommentare

Dass (fast) alles ganz anders sein könnte

Dass (fast) alles ganz anders sein könnte: diese Vermutung beschäftigt mich nicht erst, seit ich Geschichten schreibe. Hier aber habe ich mitunter versucht, ihn zuzulassen, diesen Zweifel, ja: mit ihr zu spielen, der Möglichkeit, alles könnte sich in Tat und … Weiterlesen