Ausblick auf ein Plateau, an dessen äußerstem Rand sich drei Bäume, eine Sitzbank und ein ehemaliger Stall befinden könnten

»Ein Sommerflimmern« nenne ich im Untertitel meine neueste Geschichte, die nun zur Publikation bereitliegt. Sie berichtet vom »Ausblick auf ein Plateau, an dessen äußerstem Rand sich drei Bäume, eine Sitzbank und ein ehemaliger Stall befinden könnten.« Eine kleine Geschichte, die in den vergangenen Monaten entstanden ist, während ich mich mit anderen Texten befasste, mit denen ich eher zögerlich vorankomme, und in der ich mich einmal mehr einem meiner Lieblingsgedanken widme: Dass alles ganz anders sein könnte, als es sich darstellt. Lassen Sie sich überraschen! Die Veröffentlichung ist für Ende Mai/die erste Juni-Hälfte vorgesehen.


»deinSein«: Alles nähme seinen gewohnten Gang...

deinSein Roman Martin Andreas Walser 2015 Felix Amboden, zweiundfünfzig Jahre alt, einhundertachtundsiebzig Zentimeter groß, zweiundachtzig Kilo schwer, wohnt, seit »das mit Lydia« geschah, im karg möblierten Appartement Elf D in Haus II der Siedlung »Am Bach«, einer gesichtslosen Überbauung, bestehend aus vier langgezogenen, je fünfzehn Stockwerken hohen Wohnblocks.

Dieses Leben in der Anonymität ist ihm angenehm, er mag es, unbehelligt zu bleiben und an nichts teilhaben zu müssen, was draußen vor sich geht. Trotzdem entscheidet er eines Tages aus heiterem Himmel, sich seinen Arbeitskollegen anzuschließen, die sich am Freitag jeweils ein Feierabendbier gönnen.

Und da liegt er nun am nächsten Morgen: bequem ausgestreckt im Bett von Monique, die er im Pub kennengelernt hat. Während er die Augen noch bewusst geschlossen hält, zieht sein Leben an ihm vorbei.

Mehr: Mehr zu »DeinSein« (mit Leseprobe)

Im Blog: Allenfalls tatsächlich nur eine erste Annäherung


Er hat es mir schwer gemacht, dieser Felix Amboden

Ja, er hat es mir ausgesprochen schwer gemacht, dieser Felix Amboden. Verstockt war er, nicht mehr richtig leben wollte er, aber auch nicht sterben, langweilig war er, es gab nichts zu berichten über ihn, und er beabsichtigte nicht, mir etwas zu erzählen, und wenn er es trotzdem tat, dann schien mir, er flunkere, was das Zeug hielt, bloss um nichts preisgeben zu müssen von sich. Als ich ihn antraf...

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Wiederkehr

»Wiederkehr« (ISBN 9-783735-741387, auch als E-Book erhältlich) berichtet vom spröden, zuverlässigen, ruhigen, in sich gekehrten Thomas Wiederkehr. Er hat das 60. Altersjahr überschritten und befasst sich mit der Frage, was er nach der Pensionierung tun wird und will. Alles nähme seinen gewohnten Gang, prallte er nicht eines Tages, hervorgerufen durch eine kleine Unachtsamkeit, auf einem der Flure des Unternehmens mit einer jungen Frau zusammen...

Weitere Informationen und Leseprobe: Wiederkehr (Erzählung)

Gedanken zu meiner neuen Erzählung: schrei-b-log


Vom Schreiben

Jeder, der schreibt, tut dies auf seine Weise. Allen »guten Ratschlägen«, allem zum Trotz, was man lernen kann und was man sich im Laufe der Zeit an Arbeitstechniken aneignet, bewegt sich wahrscheinlich kaum jemand auf exakt diesen Pfaden, den scheinbar vorgegebenen, den empfohlenen, den erlernten. Und es kommt etwas hinzu, wenigstens müsste ich dies, bezogen auf meine Arbeit, sogleich bekennen, würde ich gefragt, »wie ich vorgehe«: Es ist jedesmal anders ... weiterlesen...


Martin Andreas Walser Was wäre, wenn ...?

Eine winzige Idee. Ein einziger Satz. Einer jener Sätze, wie ich sie als Ausgangspunkt einer Geschichte mag, weil sie die richtige Frage stellen: »Was wäre, wenn…?«

Ich liebe diese kleinen Einfälle ... weiterlesen