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Martin Andreas Walser

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Weit zurück, in die Schulzeit, führt diese Erinnerung. Zurück zu einer der vielen Diskussionen, die es damals während des Unterrichts gab. Man trug seine Argumente vor und plötzlich unterbrach die Lehrende (in der Hoffnung, an dieser Stelle «korrektes Genderdeutsch» angewandt zu haben): «Wer sagt das?»

Die angesprochene Lernende (dito, siehe oben): «Viele sagen das.»

«Viele? Also nach dem Motto: eins, zwei, viele?»

«Viele» und «wenige», «immer mehr» und so weiter: Seither reagiere ich auf diese schwammigen, subjektiven Begriffe in Diskussionen, Debatten, angeblich sachbezogenen Texten misstrauisch.

Ich bin mir nicht sicher, ob man dies heute noch lehrt und lernt. Der tägliche Blick in unsere digitale Welt scheint mir zu sagen, dass dies nicht mehr präsent ist – bei «vielen» oder «immer mehr» Menschen  …

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